Die Impulse, aus denen heraus Kurt Hahn und Prinz Max von Baden 1920 die Schule Schloss Salem gründeten, kristallisierten sich zusammen mit den ersten praktischen Erfahrungen um 1930 zu den sogenannten ‘Sieben Salemer Gesetzen’.
Sie formulieren die Grundprinzipien Salemer Erziehung, und in ihren verschiedenen Varianten in Deutsch und Englisch bestimmen sie Leben und Arbeiten in Salem bis heute.
Erstes Gesetz
Gebt den Jugendlichen Gelegenheit, sich selbst zu entdecken.
Zweites Gesetz
Sorgt dafür, daß Jugendliche Erfolg und Niederlage erleben.
Drittes Gesetz
Schafft den Jugendlichen Gelegenheiten, sich über die gemeinsame Sache selbst zu vergessen.
Viertes Gesetz
Schafft Zeiten des Schweigens - Schafft Raum für Sammlung.
Fünftes Gesetz
Übt die Vorstellungskraft, die Fähigkeit vorauszuschauen und zu planen.
Sechstes Gesetz
Nehmt Spiel und Sport ernst, aber laßt sie nicht beherrschend sein.
Siebtes Gesetz
Befreit die Kinder der Reichen und Einflussreichen von dem lähmenden Bewußtsein ihrer Bevorzugung.
(Kurt Hahn 1930)