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Internationaler Tag auf Burg Hohenfels

Welche Tiere treffe ich an, wenn ich meine Großeltern in Bolivien besuche? Als Michelle über die spuckenden Lamas berichtete, die ihr auf dem Weg zu ihren Großeltern frei laufend begegneten wurde es sehr ruhig in der Scheune. Alle Schüler der Klassen 5, 6 und 7 und auch wir Erwachsenen fanden es spannend zu erfahren, was die Ländergruppen zu berichten hatten. Hinter uns lag der internationale Tag, über den ich nun berichten möchte, da er auch mich als Lehrerin begeistert hat.


 


Morgens um 8 Uhr versammelten sich die Hohenfelser Schüler, Lehrer und Mentoren in der Scheune. Herr Franz hatte einen eigenen Kanon geschrieben und wir begannen uns singend darauf einzustimmen, dass es einen Tag lang um die Länder gehen sollte, welche die Wurzeln der Hohenfelser Schüler darstellen. Keine Referenten waren eingeladen, sondern die Kinder berichteten selbst, was sie in ihren Heimatländern bzw. der Heimat ihrer Eltern und Großeltern erlebten. So arbeiteten wir bis zur sechsten Stunde intensiv in 12 Ländergruppen.  Geographische Kenntnisse wurden auf Plakaten festgehalten, Länderflaggen gemalt und Umrisskarten erstellt. Aber es gab auch genug Zeit Tänze einzuüben, Musikstücke vorzubereiten und zu kochen. Nach dem Mittagessen schmückten wir die Scheune und es war ständiges Kommen und Gehen, wie auf einem Marktplatz. Jede Ländergruppe wollte ihren Tisch besonders schön gestalten, vorbereitete Platten wurden in die Küche getragen. Statt Arbeitsstunde gab es an diesem besonderen Tag eine Andacht von Herrn Reich. Die Schüler trugen dabei Gebete in ihren Muttersprachen vor. Anschließend gingen wir zum festlichen Abendessen. Alle Ländergruppen hatten eine kleine Präsentation vorbereitet. So nahm uns die Russland Gruppe mit auf eine Reise mit der „Transsibirischen Eisenbahn“ und die Spanien Gruppe schaffte es, dass alle in der Scheune tanzten. Das Buffet ließ keine Wünsche offen. Die Korea Gruppe vermittelte uns allen Sushi Grundkenntnisse und für die Lehrer waren besonders scharfe Sushi eine echte Herausforderung. Insgesamt: Das Essen war fantastisch!

Zum Schluss wurde noch das Quiz der Klasse 7b aufgelöst. Dabei mussten die Herkunftsländer verschiedener Gegenstände und ihr Verwendungszweck erraten werden. Der Kokusnussraspler aus Brasilien wurde dabei schnell als Presse für Gebäck identifiziert.

 

Insgesamt bleibt der Rückblick auf einen sehr besonderen Tag, an dem alle Lehrkräfte und Mentoren des Hohenfels gemeinsam mit den Schülern viel erleben konnten. Es hat sich gelohnt!

 

Andrea Ernst 


Schülerkommentare zum Internationalen Tag:


"Ich bin der Bodensee!" Philipp Schmidt, Präsentation Deutschland


"Wir nehmen euch mit in der Transsibirischen Eisenbahn" Nikolay Dobyndo, Präsentation Russland


"Ist das ein guter Eifelturm?" Shawn Bäumer, Gruppe Frankreich


"Kann man das echt essen?" Besucher bewundern das Frankreichplakat mit Gerichten wie Bouillabaisse, Escargots und Illes Flottantes rund um den Rand.