17.03.10
Das gestrige Interview des vormaligen Leiters der Schule Schloss Salem, Dr. Bernhard Bueb, führt nicht nur in der Medienöffentlichkeit, sondern auch schulintern zu Unsicherheit und intensiven Nachfragen.
Obwohl der Schulleitung bislang keine Fälle sexuellen Missbrauchs bekannt geworden sind, sondern in der Vergangenheit ausschließlich auf Vorfälle reagiert wurde, in denen Schüler über Belästigungen geklagt haben, hat sich die Schulleitung bereits heute mit einem Brief an alle ehemaligen und aktuellen Schüler sowie die Mitarbeiterschaft gewandt. Sie bittet um Offenlegung etwaiger Verstöße und Ereignisse in der Vergangenheit und Gegenwart.
Dabei geht es nicht nur um justiziable Vorfälle, sondern um Grenz-überschreitungen und Übergriffe jeglicher Art. „Der Schutz der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen hat oberste Priorität", erklärt die Schulleiterin Eva Marie Haberfellner.
Die Schule ist bereits in der Vergangenheit jedem Hinweis nachgegangen, hat situationsangemessen reagiert und konsequent gehandelt, wenn Mitarbeiter im Rufe standen, verbal oder körperlich Grenzen gegenüber den Internatsschülern überschritten zu haben. Man trennte sich von Mitarbeitern, wenn keine Chance zu einer Verhaltensänderung oder Heilung einer Situation erkennbar wurde. In einem schwerer-wiegenden Fall versuchten Missbrauchs hat die Schule sofort die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.
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