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18.06.10

Musiktalente feiern Erfolge

Den Sprung zum Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" zu schaffen, ist schon eine großartige Leistung und ein Traum für viele Nach­wuchstalente. Dann aber noch ein gutes Ergebnis zu erzielen oder gar einen Preis zu holen -das ist dann das Sahnehäubchen für viel Fleiß und Talent. Gleich mehreren Jungen und Mädchen aus der Region ist dies in Lübeck beim Bundesentscheid gelungen. Besonders erfolgreich war Ann-Sophie Brehm (16) aus dem Überlinger Stadtteil Hödingen.


Wer den Namen Ann-Sophie hört, der denkt seit vielen Jahren unwillkürlich an hochkarätige Violin-Musik. Bei der jungen Ann-Sophie Brehm tut er dies zurecht. Die hochbegabte Musikerin wandelt auf vielversprechenden Pfaden und holte sich beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" folgerichtig einen 1. Preis. Mit Bravour spielte die Überlinger Realschülerin, die in Trossingen und Winterthur ausgebildet wird, in der Kategorie "Violine solo" unter anderem ein Konzert von Vieuxtemps und ein Ada­gio von Mozart. Belohnt wurde dies mit 24 von 25 möglichen Punkten.


Ein glänzendes Ergebnis erzielte auch Kyung Woo Kim (13), der in der Solowertung für Viola stolze 22 Punkte erzielte. Damit holte sich der Schüler von Susanne Sigg, der die Unterstufe der Schule Schloss Salem in Hohenfels besucht, einen zweiten Preis.


Auch zwei dritte Preis gab es für junge Musiker aus dem westlichen Bodenseekreis. Die junge Koreanerin Minha Park (16), die derzeit von Rudi Rampf in Tettnang ausgebildet wird und zuletzt bei der Salemer Jubiläumsfeier einen viel beachteten Auftritt hatte, erreichte 21 Punkte.

Ebenfalls einen dritten Preis sicherten sich mit 20 Punkten Michael Hartmann (Horn) und Lukas Hartmann (Klavier) in der Kategorie "Duo Klavier und Blechblasinstrumente". Sie werden von Ralf Ochs und Alexander Burdenko un­terrichtet.


Ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielte auch der erst 12-jährige Cellist Lennart Pieper aus Sipplingen. Dem Schüler der Klasse von Matthew Brooke in Konstanz gelang mit 19 Punkten ebenfalls ein "hervorragender Erfolg", so die offizielle Bezeichnung. Neben anderen Fördermaßnahmen, werden die Schüler zur Teilnahme am Bundeskammermusikkurs eingeladen. Außerdem dürfen erste und zweite Preisträger bevorzugt im Bundesjugendorchester mitspielen.


Ganz entscheidend bei der Förderung der Talente ist das Verständnis der Schule für den hohen Zeitbedarf, der für Ausbildung und Proben notwendig ist. "Bei der Realschule in Überlingen ist das optimal", sagt Marie-Luise Brehm, Mutter der erfolgreichen Geigerin Ann-Sophie und selbst Musiklehrerin. Rektor und Klassenlehrer unterstützten ihre Tochter nach Kräften.


Wenn sie mit dem Zug zum Geigenunterricht nach Winterthur fahre, dürfe sie immer rechtzeitig die Schule verlassen. Genügend Zeit zum Üben bekommt auch der junge Kyung Woo Kim bei der Schule Schloss Salem, sagt seine Lehrerin Susanne Sigg. Dieser Rückhalt für die Anstrengungen der jungen Musiker sei sehr wichtig. Nur so könnten sie auch entsprechende Erfolge erzielen.


Ein Bericht des Südkuriers vom 18.06.2010

 
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