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06.04.10

Vielfalt mit Klasse

Beschwingt verließen die Zuhörer die Aula: die Musik hatte Jung und Alt zusammengebracht und gezeigt, wie viel Freude leidenschaftlich gespielte Instrumente bereiten können. Doch nicht nur das, Musik ist auch immer Ausdruck „der jeweiligen Persönlichkeit“, so Thomas Braun, Mitglied der Jury des Musikwettbewerbs der Schule Schloss Salem, der am Sonntag in einer Matinée der Preisträger vor 140 Zuhörern seinen Höhepunkt fand.


Daher war es denn auch eine „enorme Vielfalt“, so College-Stufenleiter Ken Lander, die den Musikwettbewerb auszeichnete. 50 Teilnehmer von der 5. bis zur 13. Klasse hatten sich Freitag und Samstag der dreiköpfigen Fachjury gestellt: Von Eigenkompositionen über Klassik, Pop und Jazz hin zu World Music und humoristischen Kabaretteinlagen wurde alles geboten.


Doch nicht nur durch Vielfalt bestach der zum dritten Mal stattfindende Wettbewerb, sondern auch durch besondere Klasse: „Eigentlich verdienen alle 50 Teilnehmer einen Preis, allein für ihren Mut, hier vorzuspielen“, so Albert Franz, Jurymitglied, „doch 13 Beiträge verdienen besondere Anerkennung.“

So wurde z. B. Carla Troyas, 8. Klasse, laut Jurymitglied Thomas Braun eine „Vollblutmusikerin“, am Klavier für ihren ausdrucksstarken Vortrag des Stückes „Valse a-Moll op. posth.“ von Frédéric Chopin als beste Nachwuchsmusikerin geehrt.


Als Nachwuchsmusiker kann sicherlich auch Julian Burdenko, 5. Klasse, gelten. Er war einer von drei Musikern, die einen 1. Preis mit Auszeichnung erhielten. Das Publikum war von der technischen Fehlerfreiheit seiner Interpretation von Schostakowitschs Preludien op.34 (No 16) ebenso mitgerissen wie von seinem enormen Ausdruck.


Die beiden anderen ersten Preisträger mit Auszeichnung können sogar Meriten auf Bundesebene aufweisen. Kyung Woo Kim, ebenfalls Unterstufe, spielte noch vor wenigen Tagen beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ vor und spielte nun auf der Viola das Stück „Desafio“ von C. Nobre. Thomas Braun sprach von einer „ungewöhnlichen Musikalität“, so mancher Zuhörer war vollkommen beeindruckt und sprachlos.


Dieser Zustand setzte sich fort, als Nicole Wiebe, Mitglied des Bundesjugendorchesters, auf ihrem Violoncello das technisch höchst anspruchsvolle Stück „ Elegy for Cello und Pianoforte“ von Kenneth Leighton vortrug.


Erst möglich wurde der Wettbewerb durch die finanzielle Unterstützung der Henning-Winter-Stiftung. Alle 13 Preisträger wurden vom Ehepaar Winter eingeladen, zusammen mit ihnen auf eine Konzertausflug zu gehen und so noch einmal zu erleben, was schon beim Musikwettbewerb deutlich war: Musik verbindet Jung und Alt in Freude.


Jonas Rosenbrück

Nicole Wiebe, Mitglied des Bundesjugendorchesters

 
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