22.07.09
Rechnet man die Teamstarter beim ersten Swim & Run in Salem jeweils als einzelne Teilnehmer, waren gleich zur Premiere der kombinierten Sportveranstaltung 160 Läufer und Schwimmer am Start. Das Fazit der Veranstalter fällt trotz schlechten Wetters äußerst positiv aus. Mitinitiator Stefan Steinhauer blickt im SZ-Gespräch zurück und freut sich schon jetzt auf die zweite Auflage 2010.
SZ: Wie kamen Sie eigentlich auf die Idee, in Salem einen Swim & Run auszurichten?
Steinhauer: Das ist nicht allein auf meinem Mist gewachsen.
Bei einem Gespräch im Winter mit dem früheren Leistungssportler und heutigen Sportmarketingexperten Thorsten Frahm waren wir uns einig, dass das Areal um den Schlosssee prädestiniert für derartige Veranstaltungen ist. Da Thorsten ohnehin einen BodenseeSwim-&-Run-Cup geplant hatte, haben wir Salem als dritten Veranstaltungsort kurzfristig drauf gesattelt. Bürgermeister Härle hat uns noch am gleichen Tag spontan die Unterstützung der Verwaltung zugesichert. Das ging völlig unbürokratisch.
SZ: Welche Erwartungen hatten Sie an die Premiere des Swim & Run?
Steinhauer: Wir wollten eine Veranstaltung anbieten, die Breitensport und ambitionierten Hobbysport miteinander verbindet.
Das ist uns gleich beim ersten Mal gut gelungen. Es gab eine Vielzahl von Triathleten aus dem süddeutschen Raum und dem angrenzenden Ausland, die an den Schlosssee gekommen sind. Andererseits hat aus Salem und der Region manch einer die sportliche Herausforderung angenommen.
SZ: Beim Schwimmen im offenen Gewässer war die Sicherheit der Sportler bestimmt ein wichtiges Thema?
Steinhauer: Unbedingt.
Da müssen wir uns in erster Linie beim Salemer Freibadpächter Uwe Hamann bedanken, der gemeinsam mit seinem eingespielten Team einen hervorragenden Job gemacht hat. Die hatten alles, was sich im und auf dem Wasser abgespielt hat, voll im Griff. Auch in Sachen weiterer Unterstützung mit Know-How, Manpower und Material haben wir hier einen absolut professionellen Partner vor Ort.
SZ: Die Schlossschule hat mit 45 Teilnehmern die größte Gruppe an den Start gebracht. War das eine große Überraschung für Sie?
Steinhauer: Eigentlich nicht.
In der Schule Schloss Salem ist Sport ein wichtiges Thema. Wir haben mit der Idee des Swim & Run da offene Türen eingetreten. Die haben sich richtig gefreut, dass wir so etwas direkt vor ihrer Haustüre veranstalten und sie schon in der Frühphase in den Swim & Run eingebunden worden sind.
SZ: Sind sie komplett zufrieden mit der Premiere?
Steinhauer: Sagen wir es mal so: Eigentlich kann man froh sein, dass wir 'nur' 160 Starter hatten.
Bei größerem Ansturm wären die Kinderkrankheiten eventuell stärker ins Gewicht gefallen. Aus den Schwächen werden wir aber die richtigen Schlüsse ziehen.
SZ: Was hat Ihnen am Samstag persönlich am besten gefallen?
Steinhauer: Ganz klar die Atmosphäre.
Die Mischung aus Sport und Event sorgt bei Teilnehmern und Zuschauern einfach für eine tolle Stimmung. Da haben wir mit Thorsten Frahm einen absoluten Experten an unserer Seite. Es hat mir auch riesigen Spaß gemacht, den Swim & Run mit ihm zusammen zu moderieren.
SZ: Rechnen Sie 2010 mit mehr Teilnehmern?
Steinhauer: Auf jeden Fall. Selbst die ambitionierten Sportler waren von den Rahmenbedingungen und der Professionalität der Organisation des Salemer Swim & Run schwer beeindruckt. Das wird sich in der Szene sicher rumsprechen.
Ein Bericht der Schwäbische Zeitung vom 22.07.2009