Die Kursstufe bildet den Abschluss der gymnasialen Laufbahn. An ihrem Ende steht das Zeugnis der allgemeine Hochschulreife, das Abitur. Das Ziel der Kursstufe ist die Studierfähigkeit basierend auf einer breiten Allgemeinbildung und dem Erwerb persönlicher, sozialer, fachlicher und methodischer Kompetenzen. In begrenztem Umfang setzen die Kollegiaten eigene Schwerpunkte, ohne jedoch eine zu starke frühzeitige Spezialisierung vorzunehmen.
Die beiden letzten Schuljahre im Gymnasium sind als Kurssystem in vier Semestern organisiert. Jeder Schüler stellt seine Fächerkombination selbst zusammen und erhält nach jedem Semester ein Zeugnis. Die Kursnoten ergeben dann zusammen mit den Resultaten der schriftlichen und mündlichen Abiturprüfung die Abiturnote. Die Noten werden auf einer 15-Punkte-Skala vergeben, 15 Punkte ist dabei das beste Ergebnis.
Die zu belegenden Kurse unterteilen sich in drei Kernkompetenzfächer, ein Profil- und ein Neigungsfach, weitere Pflicht- und Wahlfächer. Kernkompetenzfächer sind Deutsch, eine Fremdsprache und Mathematik. Das Profilfach ist eine weitere Fremdsprache oder eine Naturwissenschaft, das Neigungsfach ein beliebiges anderes der angebotenen Fächer. Diese Kurse werden vierstündig unterrichtet.
Weitere Pflichtfächer sind in der Regel zweistündig – mit Ausnahme der Fremdsprachen, die vierstündig erteilt werden. Belegt werden müssen (soweit nicht schon als Kernkompetenz-, Profil- oder Neigungsfach gewählt): Deutsch, Gesellschaftswissenschaften (vier Semester Geschichte, zwei Semester Erdkunde, zwei Semester Gemeinschaftskunde), Kunst oder Musik, Religion oder Ethik, zwei Naturwissenschaften (Physik, Chemie oder Biologie) und Sport.
Darüber hinaus kann ein Schüler in der Oberstufe Kurse aus dem Wahlbereich (je nach Angebot z. B. Literatur, Philosophie, Psychologie, Darstellende Geometrie, Geologie, Astronomie, Informatik) oder den sogenannten Seminarkurs wählen. Der Seminarkurs ist eine projektorientierte Lernform mit Orientierung auf methodische und soziale Kompetenzen, der in unterschiedlicher Weise in die Abiturabrechnung eingebracht werden kann.
Als Zusatzangebot bieten wir die Möglichkeit, einen Kurs im International Baccalaureate (Economics, Visual Arts, Theatre Arts oder Computer Science) zu belegen und mit dessen Abschluss ein Certificate zu erwerben.
Im Laufe des vierten Semester findet zunächst die schriftliche und am Ende die mündliche Abiturprüfung statt. Schriftlich geprüft werden die Kernkompetenzfächer sowie das Profil- oder das Neigungsfach. Ein weiteres Fach wird als mündliches Prüfungsfach gewählt. Die Ergebnisse der fünf Prüfungsfächer bilden den so genannten Abiturblock und tragen etwa ein Drittel zur Gesamtnote bei. Die beiden anderen Drittel werden aus den Semesternoten zusammengesetzt, wobei der Kollegiat aus den Fächern der schriftlichen Abiturprüfung zwei auswählt, deren Ergebnisse doppelt gewichtet werden (frühere Leistungskurse). Eine Übersicht über die Ergebnisse der letzten zwei Jahrgänge finden Sie hier.
Die nicht im Abiturzeugnis erfassten Aktivitäten eines Kollegiaten werden im Salem Zeugnis attestiert, damit auch das Engagement in Dienst und Sport, Politik und Künste, Ämtern und Schülermitverwaltung dokumentiert und bestätigt wird.